Kenia-Hilfe ist uns eine Herzenssache.

Birgit Kiefer (links) beim Ausladen der Hilfsgüter in Friedberg

Birgit Kiefer (links) beim Ausladen der Hilfsgüter in Friedberg

Autohaus Kiefer unterstützt Sammlung von Hilfsgütern für Kasuna, Kenia.

Anfang des Jahres starteten Birgit und Arnd Kiefer vom gleichnamigen Weinheimer Autohaus eine ungewöhnliche Hilfsaktion: Sie riefen auf, alte Verbandskästen vorbeizubringen. Die dort enthaltenen sterilen Mullbinden, Fertigpflaster, Verbandsmaterial, Wundschnellverbände und Scheren würden dringend im Nordwesten Kenias in Kasuna benötigt. Was mit einem kleinen Appell in unserer Zeitung begann, hat sich schnell herumgesprochen und ungeahnte Dimensionen angenommen. „Die Weinheimer haben uns förmlich überrannt“, freut sich Arnd Kiefer über die große Resonanz, mit der er selbst nie gerechnet hätte.

Die Spender gaben sich im Autohaus buchstäblich die Klinke in die Hand. Aber auch Hilfsmittel wie Krücken, Orthesen und Rollatoren nahm man in der Händelstraße dankend an. Andere Autohäuser – allen voran das Autohaus Ebert – unterstützten die Hilfsaktion von Beginn an. Jetzt brachte Familie Kiefer mit einem großen Transporter die Hilfsgüter nach Friedberg (bei Augsburg) zum Sitz des Vereins UBUNTU, der im Juli den nächsten Container in den Nordwesten Kenias verschiffen  wird. Dort warten nicht nur die ehrenamtlichen Ärzte, sondern ganz besonders die kleinen und großen Patienten auf das deutsche Verbandsmaterial. Infektionskrankheiten, Verbrennungen, HIV – mit all diesen Krankheiten sind die Mediziner dort unmittelbar konfrontiert. Zur Behandlung fehlt es oft an einfachen Medikamenten und an medizinischer Ausrüstung, an Verbandsmaterial. Neben medizinischer Hilfeleistung in einer Krankenstation hat der Verein dort auch eine Schule und einen Kindergarten gegründet. „Es ist wichtig, den Kindern unbürokratisch zu helfen“, sagt Ubuntu-Vereinsgründer Dr. Tobias Lutz auf Anfrage.

ubuntu_2015_3  ubuntu_2015_5 ubuntu_2015_4Apropos Kindergarten: Mehr als 1000 Kinder werden dort betreut. Und woran fehlt es diesen Kindern ganz besonders? An Spielsachen. Und deshalb sammelt Familie Kiefer ab sofort neben Verbandszeug auch Spielsachen. Außer Elektrospielzeug kann in der Händelstraße 54 alles abgegeben werden. Kuscheltiere, Puppen, Gesellschaftsspiele und Malstifte werden dann ebenfalls bald die Reise nach Kenia antreten und dort sicherlich für strahlende Kinderaugen sorgen. Für Birgit und Arnd Kiefer ist die Hilfsaktion jedenfalls längst eine Herzensangelegenheit geworden, zumal die Ärzte vor Ort auch den einen oder anderen schweren Fall gleich mit nach Deutschland nehmen und dabei natürlich ebenso auf Spenden angewiesen sind.

ubuntu_2015_1Aktuell sammelt UBUNTU für den sechsjährigen Dancan, der mit einem Herzfehler und Klumpfüßen auf die Welt kam und dort zu einem „Leben am Boden“ verurteilt wäre. Doch zurück zu dem Hilfstransport nach Friedberg: Dort freute sich Dr. Tobias Lutz über die rund 25 großen
Kartons aus der Zweiburgenstadt. „Solche privaten Initiativen machen uns immer wieder Mut und bestätigen uns in unserer Arbeit. Wir sind Familie Kiefer sehr dankbar.“

Familie Kiefer jedenfalls wird spätestens im nächsten Jahr in den Nordwesten Kenias fliegen, und sich vor Ort selbst ein Bild über die Arbeiten von UBUNTU machen. Wer weiß, was die Kiefers noch für Ideen haben, sich einzubringen?

Wer seinen alten Verbandskasten und/oder Spielsachsen spenden will, kann dies in der Händelstraße 54 gerne abgeben. Infos auch unter der Nummer 06201/185281.

(Quelle: Artikel aus „extra – Weinheim“ vom 03.06.2015. Orginal: hier klicken)

 

Ein Dankesbrief von UBUNTU

an uns per eMail am 23.09.2015

Liebe helfende Freunde von Ubuntu,

sehr bewegende und aufregende Monate gehen für Ubuntu nun zu Ende:

James und Dancan, die beiden Kinder, die wir zur medizinischen Behandlung nach Deutschland holen durften, sind nach langen und schweren Krankenhausaufenthalten endlich gesund und haben dadurch die Chnace in ihrer Heimat Kenya ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu führen:

James -seine beiden Füße waren als Baby am Kochfeuer total verbrannt, steht nach  orthopädisch-plastischer Rekonstruktion durch Dr. Andre Borsche in Bad Kreuznach erstmals in seinem Leben „auf seinen eigenen Füßen“.

Nach 6 Lebensjahren am Boden kriechend kann er jetzt endlich laufen!

Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre er zu einem Leben (in jeder Hinsicht) „am Boden“ verdammt gewesen, wie die vielen tausenden Bettler in den Straßen Kisumus, in James`Heimat Kenya.

Dancan, geboren mit schwerem Herzfehler und angeborenen Klumpfüssen, hatte, als wir ihn beim Ubuntumedizineinsatz als einen unserer Patienten fanden, zu seiner Mutter noch gesagt, er wolle wieder zurück in ihren Bauch. Von schlimmen Anfällen und extremer Sauerstoffarmut betroffen, war es ein täglicher Kampf ums Überleben. Die Lebenserwartung war minimal.

Jetzt strotzt er voll Energie und Lebensfreude !

Die harte Zeit im Herzzentrum München -die schwere Operation, auftretende Komplikationen, lange und mühsame Rehabilitation- all diese  „Auf und Ab´s“ hat Dancan mit unglaublichem Vertrauen überstanden.

Seit Mitte August ist Dancan wieder zurück in seiner Heimat Kasuna und besucht seit Anfang dieser Woche den Ubuntu Kindergarten. Er ist jetzt Teil der Ubuntufamilie im Ubuntugrundstück in Kasuna, auf welchem mittlerweile 5 Kinder aus sehr armen Familien und mehrere alleinstehende junge Frauen sowie der blinde Henry ihr Zuhause und eine Familie gefunden haben.

Ubuntu wird James und Dancan weiter betreuen, ihnen Kindergarten und Schulbesuch ermöglichen und sie niemals fallenlassen!

Auf einem kürzlich erworbenen Grundstück in Kasuna können wir jetzt unseren nächsten Plan anpacken: den Bau des „Ubuntu-Sozialzentrums“ mit angeschlossener Berufsschule, medizinischer Ambulanz und Wohn- und Pflegeeinrichtung für alleinstehende alte und kranke Menschen und Kinder wie James und Dancan, die sonst keine Chance zum überleben hätten.

3 vollbepackte Container mit wichtigen Materialien für dieses Projekt stehen hier in Deutschland startklar für die Reise nach Kenya.

In diesem Moment sind 50 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Krieg, Krankheit und Armut. Die Hintergründe für diese verzweifelte Flucht sind ganz klar.

Lasst uns doch weiter gemeinsam durch die Ubuntuprojekte am Ausgangspunkt dieser Flucht in Kasuna/Kenya Perspektiven und Lebenschancen, damit eine menschenwürdige Zukunft schaffen, für Kinder wie James und Dancan.

Ihr habt unsere Anliegen und Ideen immer mitgetragen.

Es gibt keine Worte um unsere Dankbarkeit dafür und besonders für die Hilfe für James und Dancan auszudrücken.

Herzliche Grüße in großer Dankbarkeit und im Namen von Ubuntu e.V.

Dancan, James, Brenda, tobias und die gesamte Familie Lutz

 

Impressionen aus Kanua, Kenia

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